Auerhahn
Wenn du im Frühling ganz früh morgens im Alpenwald unterwegs bist, kannst du manchmal ein seltsames Geräusch hören. Das ist kein kaputter Lautsprecher – es ist der Auerhahn!
Der Auerhahn wohnt dort, wo die Wälder alt, ruhig und ein bisschen wild sind. Er mag Fichten, Kiefern und Lärchen – also Nadelbäume – und braucht viele Büsche, Lichtungen und ruhige Ecken. Im Winter lebt er sogar weit oben im Gebirge, wo es kalt und verschneit ist. Dann ernährt er sich von den Nadeln der Fichten und Kiefern. Nicht gerade ein Festmahl, aber dank seines robusten Magens kommt er damit klar!
Im Frühling wird der Auerhahn zum Show-Star. Er sucht sich eine kleine Waldlichtung, stellt seine Schwanzfedern wie einen Fächer auf und beginnt seinen einzigartigen Balzgesang. Damit will er den Hennen zeigen, wie stark und schön er ist.
Die Auerhenne baut ihr Nest gut versteckt am Waldboden. Die Küken schlüpfen im Frühsommer und können gleich loslaufen – aber fliegen lernen sie erst später. Die Mutter passt gut auf sie auf, denn Füchse, Marder und Greifvögel können ihnen gefährlich werden.
Leider gibt es immer weniger ruhige, wilde Wälder. Deshalb ist er heute stark gefährdet. Wenn wir ihn schützen wollen, müssen wir die Wälder bewahren und ihn in Ruhe lassen – besonders im Frühling und Winter.
Wenn du also mal in den Alpen unterwegs bist und ein seltsames Geräusch hörst, weißt du jetzt: das ist der Auerhahn, der König des Bergwaldes!