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Gämse

 

Die Gämsen sind die Supersportler der Bergwelt. In den Alpen klettern sie im Sommer bis weit über die Baumgrenze hinauf. Dort, wo es steil, felsig und wild ist bewegt sie sich mit Leichtigkeit und Anmut. Das können sie, weil ihre Hufe perfekt an das Leben im Gebirge angepasst sind: Die scharfen Kanten ihrer Hufe schneiden sich im Winter wie Steigeisen in Eis und Schnee. Im Sommer werden die Kanten an den Steinen abgewetzt und der elastische Innenteil schmiegt sich dann wie ein Gummipolster an den Untergrund.

Gämsen leben in kleinen Herden zusammen. Das Leittier ist meistens eine alte, erfahrene Gämse, die die Herde sicher durch gefährliches Gelände bringt und dabei stets nach Feinden Ausschau hält. Bei Gefahr stoßen Gämsen einen schrillen Pfiff aus, ähnlich wie die Murmeltiere. Dann ist die ganze Herde gewarnt und fluchtbereit.

Auf der Flucht vor Feinden können Gämsen bis zu 50 km/h schnell rennen und dabei bis zu sechs Meter weite Sprünge absolvieren  ̵̶̶   und das in dünner Bergluft. Das können sie, weil ihr Herz sehr groß und kräftig ist. Das Herz einer Gämse kann wenn nötig bis zu 200 mal pro Minute schlagen. Das ist wirklich schnell.

Wenn es Winter wird, ziehen die Gämsen in tiefere Täler, wo weniger Schnee liegt und noch Futter zu finden ist. Ihr Fell wird dann dunkler und dichter – fast wie ein flauschiger Mantel. 

Wenn Du also einmal eine Bergwanderung machst, nimm ein Fernglas mit, um nach flinken Gämsen an den Felswänden Ausschau zu halten.

 

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