Schneehase
Stell dir vor, du stapfst durch den Schnee und plötzlich huscht etwas Weißes vorbei – war das ein Schneeball mit Ohren? Nein, das war der Schneehase! Er ist ein echter Tarnkünstler und überlebt selbst die eisigen Winter in den Bergen.
Der Schneehase lebt in den Alpen, aber auch in anderen kalten Gegenden wie Skandinavien oder Sibirien. Er liebt offene Landschaften mit viel Schnee, denn dort kann er sich besonders gut verstecken. Anders als die Kaninchen buddelt er keine Höhlen – er schläft in einer Mulde im Schnee, gut gewärmt von seinem dichten Fell.
Schneehasen sind Pflanzenfresser. Sie fressen mit Vorliebe Gräser und Kräuter, aber auch Zweige, Rinde und Knospen.
Im Winter wird das Futter knapp, aber der Schneehase ist erfinderisch – er scharrt mit seinen Pfoten den Schnee weg, um an die versteckten Pflanzen zu kommen.
Eine Besonderheit der Schneehasen: Sie wechseln ihr Fell! Im Sommer sind die Tiere braun, damit sie sich gut zwischen Felsen und Wiesen verstecken können. Im Winter wird ihr Fell schneeweiß – so sind sie kaum zu entdecken, wenn sie ruhig im tiefen Schnee sitzen. Nur die Ohrenspitzen bleiben schwarz. Das weiße Fell ist aber nicht nur eine gute Tarnung, die Haare haben eine besondere Struktur, die sehr gut vor Kälte schützt.
Die großen Pfoten des Schneehasen funktionieren wie Schneeschuhe. Damit sinkt er nicht so leicht ein. Er ist flink, leise und immer auf der Hut – denn Feinde wie der Steinadler oder der Luchs sind nicht weit.